• Start
  • /
  • Blog
  • /
  • Warum sprechen einige Channelmedien mit verstellter, krächzender Stimme?

Warum sprechen manche Channelmedien mit krächzender oder verstellter Stimme?

Immer wieder wird gefragt, warum manche Channelmedien mit einer krächzenden oder verstellten Stimme sprechen, wenn sie sich in Trance befinden.

In der Welt des Channelings fällt ein Phänomen immer wieder auf: Einige Channelmedien sprechen mit einer stark veränderten Stimme. Sie klingt krächzend, gepresst, heiser, manchmal sogar unnatürlich tief oder ungewöhnlich hoch. Für viele Beobachter wirkt das beeindruckend oder geheimnisvoll. Andere wiederum fragen sich: Warum klingt das so? Ist das wirklich ein Zeichen für den Einfluss der geistigen Welt? Muss eine krächzende Stimme beim Channeling sein?

Ich möchte diese Frage aus meiner eigenen Perspektive beleuchten. Wichtig vorweg: Ich kann nicht sagen, warum manche Medien das tun. Was ich jedoch sagen kann, ist etwas anderes – nämlich, dass die geistige Welt selbst nach meinem Verständnis keinen Grund hätte, ein Medium auf diese Weise sprechen zu lassen.

Anatomische Darstellung des Kehlkopfs und der Stimmbaender – menschlicher Stimmapparat

Anatomische Darstellung des menschlichen Kehlkopfs mit Stimmbändern. Die Stimme entsteht durch das Zusammenspiel von Atemführung, Kehlkopfmuskulatur und Stimmbandschwingung - sie das wichtigste Werkzeug eines Trancemediums.

Unnatürliche Stimmführung beim Channeling – ist das normal?

Nein, die unnatürliche Stimme bei vielen Medien im Bereich der Trancemedialität ist alles andere als "normal". Und jedem Menschen, der sich mit der Stimme als Instrument auskennt, stellen sich dabei sprichwörtlich die Haare zu Berge. Denn kundige Menschen wissen sehr genau, wie empfindlich und komplex die menschliche Stimme ist, welche negativen Auswirkungen eine dauerhaft gepresste oder krächzende Stimmführung auf den Stimmapparat und die Gesundheit eines Mediums haben kann. Die menschliche Stimme entsteht im Kehlkopf, wie die Illustration zeigt. Dort treffen die Stimmbänder bei jeder Lautbildung aufeinander und geraten durch den Luftstrom aus der Lunge in Schwingung.

Meine eigene Erfahrung mit der Stimme

Ich selbst war viele Jahre lang eine gut gebuchte Bauchrednerin. Gerade als ich dabei war, neue Bühnenpuppen zu entwerfen und zu bauen, wurde ich von der geistigen Welt gewissermaßen „abberufen“.

Der Beruf des Bauchredners ist im Übrigen in seiner Trainingsintensität dem eines Trancemediums erstaunlich ähnlich. Die verschiedenen Stimmregister, Charakterstimmen und Figuren eines Bauchredners entstehen nicht spontan, sondern durch jahrelanges Training, Atemkontrolle und präzise Steuerung des Stimmapparats.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Trancemedialität im Channeling. Auch hier handelt es sich nicht um spontane Inspiration oder unkontrollierte Durchgaben, sondern um eine Fähigkeit, die über lange Zeit stabil entwickelt und bewusst geführt werden muss.

Wer verstehen möchte, wie sich mediale Fähigkeiten professionell entwickeln und welche Struktur hinter einer fundierten medialen Schulung steht, findet hier weitere Informationen zur → Ausbildung zum Berufsmedium.

Auf der Bühne hatte ich mehrere Figuren:

  • Baby Julius, ein windelpflichtiges Baby mit einer sehr hohen, schrillen Stimme
  • Juanita, eine überdrehte Katzen-Diva, die mit hoher Stimme „Memories“ aus Cats interpretierte (sie flog allerdings beim Musical Cats hochkant raus – wegen ihrer Flöhe)
  • Gustav, ein riesiger Vogel, auf dem ich sitzend auf die Bühne einritt und der mit sehr tiefer Stimme sprach

Dass mir diese Range – also der Umfang und die Manipulation der Stimme – überhaupt möglich war, hatte einen einfachen Grund:

Jahrelanges Training.

Die Stimme als trainierbares Instrument

Die Stimme lässt sich formen, ja. Aber das geschieht nicht über Nacht.

Und genau hier liegt ein entscheidender Punkt.

Denn obwohl mir diese verschiedenen krächzenden, schrillen oder tiefen Stimmregister aus meiner Zeit als Bauchrednerin grundsätzlich zur Verfügung stehen würden, nutzt die geistige Welt sie nicht.

Warum?

Weil deren Ansteuerung und Nutzung in der Trancemedialität erneut mehrere Jahre gemeinsames Training mit meinem Spirit Team erfordern würde.

Die Antwort der geistigen Welt auf die Frage "krächzende Stimme beim Channeling" ist bemerkenswert nüchtern:

„Völlig verlorene Zeit.“

Die Stimme des Trancemediums – ein empfindliches Instrument

Manche Menschen berichten, dass ein Channelmedium mit krächzender Stimme spricht oder eine ungewöhnlich verstellte Stimme verwendet. Die menschliche Stimme ist ein sehr sensibles Instrument. Die Stimmbänder sind feinste Gewebestrukturen, die bei jeder Lautbildung miteinander in Kontakt kommen.

Wenn jemand seine Stimme dauerhaft in eine unnatürliche Lage zwingt – etwa in

  • eine gepresste Kopfstimme
  • eine krächzende Kehlstimme
  • eine Fistelstimme
  • eine geködelte, gepresste Tonlage

dann entsteht eine erhebliche Belastung.

Wer einmal versucht hat, längere Zeit mit einer künstlich verstellten Stimme zu sprechen, merkt schnell, wie anstrengend das ist. Die Stimmbänder reiben stärker aneinander, die Stimme ermüdet, und auf Dauer kann es durch krächzende Stimme beim Channeling sogar zu Schäden am Stimmapparat kommen.

Die gesündeste Nutzung der menschlichen Stimme wäre im Übrigen die Singstimme.

Wenn die geistige Welt tatsächlich einen „Showeffekt“ wollte, würde sie ihr Medium wahrscheinlich eher singen lassen – statt die Stimme ungesund zu pressen.

Gerade deshalb stellt sich eine einfache Frage:

Warum sollte die geistige Welt ein Medium dazu bringen, seine Stimme auf eine Weise zu benutzen, die körperlich belastend oder sogar schädlich ist?

Die geistige Welt arbeitet ökonomisch

Nach meinem Verständnis arbeitet die geistige Welt äußerst ökonomisch.

Sie nutzt vorhandene Fähigkeiten eines Mediums und entwickelt sie weiter – aber sie würde kaum Energie darauf verwenden, ein Medium künstlich umzuprogrammieren, wenn es dafür keinen zwingenden Grund gibt.

Ein Medium besitzt bereits eine natürliche Stimme. Diese entsteht aus der Bauchstimme, also aus einer physiologisch gesunden Atemführung.

Sie ist stabil, tragfähig und belastet den Körper nicht unnötig.

Wenn ein Medium stattdessen in eine künstliche Stimmlage gezwungen würde – etwa:

  • eine krächzende Stimme
  • eine gepresste Kehlstimme
  • eine überbetonte Kopfstimme
  • eine Fistelstimme

dann würde dies gegen die natürliche Funktionsweise des Körpers arbeiten.

Und genau hier wird es unlogisch.

Denn damit ein Medium dauerhaft in einer solchen Stimmlage arbeiten könnte, müsste man es regelrecht umtrainieren.

Die Muskulatur des Kehlkopfs, die Atemführung und sogar das Nervensystem müssten sich an diese neue Art der Lautbildung gewöhnen.

Ein solcher Prozess würde Jahre dauern.

Wofür würde die geistige Welt ihre Zeit nutzen?

Hier stellt sich die nächste Frage:

Wenn die geistige Welt tatsächlich in der Lage wäre, ein Medium derart zu verändern – warum sollte sie ihre Zeit darauf verwenden?

Spirituelle Kommunikation verfolgt normalerweise andere Ziele:

  • Botschaften übermitteln
  • Trost spenden
  • Bewusstsein erweitern
  • Erkenntnisse vermitteln

All das erfordert Entwicklung, Zusammenarbeit und Vertrauen zwischen Medium und geistiger Welt.

Wenn man nun bedenkt, wie viel Zeit und Energie es kosten würde, ein Medium stimmlich „umzuprogrammieren“, wirkt es wenig plausibel, dass genau das im Fokus stehen sollte.

Aus meiner Sicht würde die geistige Welt ihre Möglichkeiten lieber für wichtige Aufgaben nutzen.

Ein Beispiel aus der Geschichte des Spiritualismus

Ein gutes Beispiel dafür, wie die geistige Welt tatsächlich arbeitet, findet sich in der Geschichte des bekannten Trancemediums Gordon Higginson.

Higginson war eines der bedeutendsten Medien des englischen Spiritualismus.

Während seiner Demonstrationen geschah etwas, das viele Menschen bis heute beeindruckt:

Er wurde von der geistigen Welt mit geschlossenen Augen durch dicht bestuhlte Publikumsreihen geführt.

Wer das zum ersten Mal hört, denkt vielleicht an einen Zaubertrick.

Doch für diejenigen, die solche Demonstrationen live erlebt haben, war klar: Hier ging es nicht um Showeffekte.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich Higginson bereits in tiefer Trance.

Die geistige Welt steuerte seinen Körper so präzise, dass er sich sicher durch den Raum bewegen konnte, ohne gegen Stühle oder Menschen zu stoßen.

Warum war das notwendig?

Gordon Higginson litt unter Klaustrophobie.

Im normalen Wachzustand hätte er sich niemals in das sogenannte Kabinett gesetzt – den abgeschlossenen Raum, der für bestimmte spirituelle Phänomene benötigt wird.

Die geistige Welt musste also einen Weg finden, diese psychologische Barriere zu umgehen.

Doch anstatt ihn einfach zu zwingen, entwickelten sie über mehrere Jahre hinweg eine Fähigkeit: Sie lernten, seine Muskulatur so zu beeinflussen, dass sie seinen Körper in Trance sicher bewegen konnten.

Das zeigt sehr deutlich, wie langfristig und präzise solche Prozesse stattfinden.

Und genau deshalb wird ein wichtiger Punkt sichtbar:

Wenn es wirklich notwendig ist, kann die geistige Welt über Jahre hinweg Fähigkeiten entwickeln – aber nur dann, wenn es wirklich notwendig ist.

Die Frage der unnatürlichen Stimme beim Channeling

Überträgt man dieses Prinzip auf das Thema Stimme, wird die Situation klarer.

Damit ein Medium dauerhaft mit einer krächzenden oder gepressten Stimme sprechen könnte, müsste man ebenfalls:

  • die Atemtechnik verändern
  • die Kehlkopfmuskulatur umtrainieren
  • die Sprechgewohnheiten neu strukturieren

Das wäre ein extrem langwieriger Prozess.

Und ein Prozess, der potenziell schädlich für die Gesundheit des Mediums wäre.

Vor allem aber wäre er nicht notwendig, weil das Medium bereits eine funktionierende Stimme besitzt.

Aus diesem Grund erscheint es aus meiner Sicht unlogisch, dass die geistige Welt die Stimme eines Trancemediums derart verändern und nutzen würde.

Authentische Trance klingt anders

Wer authentische Trancearbeit über längere Zeit beobachtet hat, stellt häufig etwas anderes fest. Besonders bei der Trancemedialität kann sich der Sprechrhythmus verändern.

Die Stimme kann sich durchaus verändern:

  • sie wird ruhiger
  • der Sprechrhythmus kann langsamer werden
  • die Tonhöhe kann gleichmäßiger werden
  • es entstehen längere Atempausen
  • die Botschaften wirken durch ihren Gehalt, nicht durch Dramaturgie, Überbetonung oder Phrasierung.

Die Stimme des Channelmedium bleibt im Grunde natürlich.

Sie bleibt in einer physiologisch gesunden Atemführung.

Die Stimme muss nicht verkrampft oder verstellt werden – sie ist bereits perfekt, so wie sie von Natur aus ist.

Die geistige Welt nutzt schlicht das vorhandene Instrument – den menschlichen Körper – so effizient wie möglich.

Schlussfolgerung zum Thema Channeling

Wir wissen letztlich nicht, warum dennoch viele Channelmedien oder Trancemedien so klingen.

Was sich jedoch sagen lässt:

Die geistige Welt hätte keinen logischen Grund, die Stimme seines Trancemediums auf eine Weise zu benutzen, die körperlich unnatürlich oder belastend ist.

Sie arbeitet präzise, ökonomisch und zielgerichtet.

Sie erleichtert ihrem Channelmedium die Arbeit – statt sie zu erschweren.

Wenn sie Fähigkeiten entwickelt, geschieht das über lange Zeit und immer mit einem klaren Zweck.

Die künstliche Veränderung der Stimme erfüllt aus meiner Sicht keinen sinnvollen Zweck.

Einordnung: Professionelle Ausbildung zum Channelmedium

Dieser Artikel ist bewusst keine Anleitung zum Channeling und auch kein Ersatz für eine fundierte Ausbildung.

Die Ausbildung zum Channelmedium ist eine eigenständige Spezialisierung innerhalb der Internationalen Schule des Mediumismus®. Sie richtet sich an angehende Berufsmedien, die die Disziplin des Channelings und der Trance methodisch, strukturiert und verantwortungsvoll erlernen möchten.

Im modernen Sprachgebrauch wird häufig von „Channeling“ gesprochen. Innerhalb unserer Schule verstehen wir darunter die professionelle Schulung der Trancemedialität.

Dabei geht es nicht um Showeffekte oder spektakuläre Stimmen, sondern um:

  • eine bewusst geführte Veränderung des Bewusstseinszustands
  • klare Differenzierung zwischen Eigenanteil und geistiger Quelle
  • Identifikation unterschiedlicher Arbeitstiefen der Trance
  • energetische Stabilität
  • ethische Verantwortung

Trance ist dabei eine Spezialisierung innerhalb der Mediumsausbildung – vergleichbar mit einem Instrument in einer Musikschule.

Nicht jeder Musiker spielt jedes Instrument.

Und nicht jedes Medium arbeitet im Bereich des Channelings.

Trancemedialität verlangt Stabilität, Disziplin und Verantwortung – und wird deshalb erst nach einer fundierten medialen Grundausbildung vertieft.

Wer sich ernsthaft für diese Disziplin interessiert, sollte sie nicht über spontane Selbsterfahrung, sondern über strukturierte Ausbildung kennenlernen. 

Wenn du das Gefühl hast, dass die Trance-Medialität mehr sein könnte als ein Hobby,
spreche ich gerne mit dir über deinen möglichen Ausbildungsweg.


Melanie Ladewig CSNU Medium & Mentorin


Melanie Ladewig CSNU ist zertifiziertes Kirchenmedium, des strengen englischen Spiritualismus. Das bedeutet, ihre medialen Fähigkeiten für Jenseitskontakte sind so umfassend und fundiert ausgebildet, dass die Gabe "auf Knopfdruck" abrufbar ist.

Verwandte Themen:


Kriminal-Medium – Hilfe bei der Verbrechensaufklärung


Warum wird bei einem Jenseitskontakt immer so viel gelacht?


Spiegelgesetze in Beziehungen erkennen und anwenden

Du hast Fragen?

Wir sind nur einen

Klick entfernt!